Da macht man spontan einen halben Tag Urlaub um ein letztes Mal für 2019 ein bisschen Halloween-Atmosphäre zu schnuppern und kurz bevor man losfährt, liest man auf Facebook und Co., dass klangheimlich das Snorri-Pre-Opening gestartet ist.

Natürlich hat das Opening dann meine komplette Planung für den Nachmittag über den Haufen geworfen. Also gleich nach der Ankunft mit dem EP-Express Richtung Spanien gefahren, und mir dann in Skandinavien vor Ort mein eigenes Bild von Snorri Touren zu machen. Vor den beiden Türmen sammelten sich bereits paar Neugierige und mit der Zeit wurde die Schlange zusehends länger. Nachdem sich 45 Minuten lang überhaupt nichts getan hat, spielte ich schon mit dem Gedanken, mich anderweitig umzusehen, doch dann ging endlich doch die Tür auf und wir durften den Snorri-Darkride betreten. Über eine breite Wendeltreppe hinunter gelangt man in einen relativ kurzen, aber sehr schön gestalteten Wartebereich. Dort standen wir nochmal ein paar Minuten und dann ging es endlich los.

Die Wägen sind okay, auch mit langen Beinen halbwegs bequem und man kann problemlos ein und aussteigen, ohne sich irgendwie fürchterlich verrenken zu müssen. Wir mussten allerdings in der hinteren Reihe sitzen, vermutlich wegen des Gewichtes

Die Bahn selbst ist in unterschiedlichen Bereiche eingeteilt, die durch Türen voneinander getrennt sind, was mich irgendwie an die guten alten Geisterbahnen auf dem Rummelplatz erinnert. Der erste kleine Bereich flashed dabei so richtig schön. Die im Schwarzlicht leuchtenden Farben und die Verschmelzung multimedialer Elemente ist hier richtig gelungen. Dann wird es ein bisschen düsterer, bevor man dann in einem klassischen Dark-Ride Part zwischen Singenden Gesteinsbrocken und Bäumen hindurchfährt. Rulantica Maskottchen Snorri ist dabei stets präsent, darf auf Fliegenpilzen trommeln oder aus der Schatztruhe hervorschauen. Der Höhepunkt zum Schluss sind dann die beiden Kuppeln, die man zuvor schon in den Computeranimationen sehen durfte, in denen 4D-Kino Mäßig ein kleiner Film läuft.

Als Darkride-Fan bevorzuge ich eigentlich eher die klassischen Bahnen, mit Animatronics wie bei Madame Freudenreich oder bei den Piraten von Batavia. Ich war mir nicht sicher, ob das Einbinden multimedialer Inhalte bei mir ziehen würde. Umso überraschter war ich dann vom Ergebnis, denn das kann sich wirklich sehen lassen.

Dass bei unserer Fahrt lief noch nicht alles rund, nahmen wir mit Humor. So mussten wir eine kleine Pause einlegen, da es vor den Kuppeln nicht weiterging. Vermutlich gab es Probleme mit der Weichensteuerung. Auch liefen ein paar Multimedia-Elemente noch nicht reibungslos, aber gestört hat das eigentlich keinen.

Wenn man bedenkt, in welch kurzer Zeit man auf dieser doch relativ kleinen Fläche so einen schönen Darkride eingeführt hat, respekt. Da man in letzter Zeit doch des öfteren Termine nicht eingehalten ist, dieses Soft-Opening genau der richtige Weg. 

Ich denke, bis zur Eröffnung lassen sich die kleinen Probleme sicher beheben und dann gibt es mit Snorri-Touren einen weiteren schönen, und vor allem familientauglichen Dark-Ride.

Bewertung: 4.0 out of 5.0 stars