Europa-Park 2015: The Comeback

Nach 13 Jahren war es dann endlich wieder so weit, Elternzeit im Herbst, und es war mal wieder höchste Zeit für einen Besuch im Park. Es war schon ein komisches Gefühl, nach so einer langen Zeit wieder zurückzukehren, denn im Park hat sich doch so einiges getan. Komplette neue Themenbereiche wie Island und Portugal kamen dazu, andere ältere Bahnen wurden überarbeitet, der Park ist inzwischen eine richtig große Nummer geworden, Bahnen wie BlueFire oder Wodan sind schon von weitem sichtbar. Und für meine Frau sollte es der erste Besuch im Park überhaupt werden.

Das Wetter spielte mit an diesem Tag, aber dass in Frankreich Herbstferien waren, hatten wir nicht so auf dem Schirm. Waren doch etwas überrascht, wie voll es auf einmal unter der Woche war. Längere Wartezeiten an den Hauptattraktionen schienen vorprogrammiert. Etwas ernüchternd war, dass die Wasserachterbahn Poseidon an diesem Tag wegen außerplanmäßigen Wartzeiten geschlossen war, denn die wäre ich liebend gerne gefahren. Los ging es aber erstmal mit der Panormabahn und einer Fahrt durch den ganzen Park.

Es folgten obligatorisch das Geisterschloss und Ciao Ciao Bambini, welches jetzt auf einmal Piccolo Mondo hieß und mit der alten Fahrt durch das Schlaraffenland praktisch nichts mehr gemeinsam hatte. Fand die Änderungen aber doch ganz ansprechend, denn im Gegensatz zur reinen Kinderattraktion Bambini hat die Bahn nun einen ganzen eigenen, italienischen Flair bekommen und passt jetzt auch besser in den Themenbereich. Und immerhin ist der Gassenhauer Ciao Ciao Italia ja immer noch zu hören.

Auch im Geisterschloss gab es jede Menge Änderungen im Vergleich zu meiner letzten Fahrt 2002. Am auffälligsten sicher bei der Fahrt am Friedhof und den singenden Büsten vorbei. Gefühlt war die Fahrt nicht mehr annähernd so gruselig und atmosphärisch wie 13 Jahre zuvor.

Weiter ging es dann mit Euro-Sat und Schweizer Bobbahn und an beiden Bahnen mussten wir knapp eine halbe Stunde anstehen. Gerade Euro-Sat war nach so einer langen Pause einfach ein traumhaftes Erlebnis. Die Musik, der Lift und dann die Fahrt durch die unendlichen Weiten des Weltalls. Spätestens jetzt fühlte ich mich wieder zu Hause.

Nach der Bobbahn sahen wir uns dann im 4D Kino den Film das Zeitkarussel an, war kurzweilig und ganz nett gemacht, ging ja auch nur knapp eine viertel Stunde.

Es folgte die im Jahr zu vor eröffnete Familienachterbahn Arthur. Ein Inverted Powered Coaster mit Dark-Ride Teil. Sah von außen eigentlich ziemlich harmlos aber für mich und meine Höhenangst war das schon ein Brett, ich mag es einfach nicht, wenn ich den Boden unter den Füßen sehen kann. Fühlte mich die ganze Fahrt über ziemlich unwohl, vor allem als man durch die große Halle fährt, das ist schon ääääähh sehr hoch, jawoll! Einmal und nie wieder, naja, mal schauen.

Alpenexpress und Wildwasserbahn im Anschluss waren dann für mich zumindest die angenehmeren Zeitgenossen, die waren wieder so richtig schön entspannend.

Danach war das Musical „Spook Me“ an der Reihe. Muss dazu sagen, dass ich nie so gerne Shows im Park angeschaut habe, weil die einfach so richtige Zeitfresser sind. Gerade die Musicals sind ja gut besucht, dass man auch etwas früher da sein sollte, wenn man einen brauchbaren Platz ergattern will. Das war bei Spook Me an dem Tag auch nicht groß anders, das Theater war gerammelt voll.

Hat mir aber ganz gut gefallen, sowohl von der Inszenierung her, als auch von der Musik und wenn man den ganzen Tag auf den Beinen ist, tut es gut auch mal ein bisschen zu sitzen.

Nach „Spook Me“ schnupperten wir dann gemütlich noch ein bisschen Europa-Park Amtosphäre, schauten uns die Themenbereiche genauer an, besuchten auch den ein oder anderen Shop, aßen gemütlich noch ein Eis. Nachdem meine Frau bei der Wildwasserbahn schon gut nass geworden ist, konnte ich sie zu Fjord Rafting dann nicht mehr überreden. Die letzten Fahrten des Tages sollten dann in Holland folgen.

Zunächst die Piraten in Batavia, mein absoluter Lieblings Dark Ride. Aber auch hier mit einigen Veränderungen im Vergleich zu 2002. Allem voran die Musik. Es ist jetzt nicht so, dass mir die neue Musik nicht gefallen würde, aber die alte klang verträumter und exotischer und das passte einfach besser zu südostasiatischen Atmosphäre. Außerdem hat man den letzten Part des Darkrides etwas überarbeitet, das Restaurant Bamboe Baai hat dort jetzt Sitze und eine kleine Bühne gibt es auch noch.

Zum Abschluss gab es dann noch die Kaffeetassen oder die Griezelkopjes, wie sie an Halloween heißen. Der alte Drehwurm-Klassiker. War aber cool mit der Halloween-Deko.

Auch wenn wir viele der neuen Attraktionen gar nicht erst gefahren sind, so war es dennoch ein wunderschöner und anstrengender Tag, aber es fühlte sich einfach unendlich gut an, nach 13 Jahren mal wieder vorbeizuschauen. Dass mir aber 4 Jahre später ein Clubkarte kaufen würde, hätte ich mir da auch noch nicht zu träumen gewagt.

Top 3 Attraktionen:
1. Euro-Sat
2. Piraten in Batavia
3. Alpenexpress Enzian